Statement Hohenloher Krankenhaus Kreistagssitzung 23.Januar 2017

Sehr geehrter Herr Landrat, liebe Kreistagskollegen, sehr geehrte Besucher der Kreistagssitzung,

Heute entscheidet der Kreistag über die Sicherung der künftigen Krankenhaus-versorgung und der medizinischen Versorgung in Hohenlohekreis.

Die Frage ist:

Wie können wir eine stationäre Versorgung für unsere Bürger sichern, ohne die ambulante und die Notfallversorgung zu gefährden?

Herr Landrat, Sie haben vorhin erklärt, dass wir mehrere Optionen haben. Sie haben darauf hingewiesen, dass alle möglichen Partner, die Einhäusigkeit als Grundvoraussetzung sehen. Ebenso ist für alle eine Förderung durch den Krankenhaus-Strukturfonds eine unabdingbare Grundvoraussetzung für deren Beteiligung.

Für den Landkreis  ist eine Grundvoraussetzung, die Zukunft unseres Hohenloher Krankenhauses, mit einem verlässlichen und soliden Partner zu gestalten. Diesen Partner brauchen wir auch vor allem, um die ärztliche Versorgung und die Fachlichkeit in einem Krankenhaus zu sichern.

Heute haben wir nur zu entscheiden, ob wir das Angebot aus Heilbronn annehmen können und wollen oder ob wir neue Wege gehen müssen !

Im Heilbronner Eckpunktepapier finden wir eine Klinik in Öhringen, die im Klinikverbund der SLK eingegliedert ist und von den ärztlichen Direktoren und Chefärzten in Heilbronn medizinisch gesteuert wird.

In diesem Eckpunktepapier fehlt das deutliche Bekenntnis zu einem Medizin-Zentrum in der Kreisstadt Künzelsau – eingebunden in ein gesamtheitliches Konzept einer kreisweiten Gesundheitsversorgung !

Dasselbe gilt für die Altersheime der HK und HSB!

Bei der Umgestaltung, einem möglichen Neubau und der Finanzierung des neuen Krankenhauses sowie in der ganzen Übergangsphase kann der Hohenlohekreis nicht mit einer Unterstützung seitens der RGHF rechnen ! Das alles wäre allein vom Hohenlohekreis zu leisten.

Dieses Angebot aus Heilbronn ist für uns enttäuschend !

Die Krankenhauslandschaft hat sich in den letzten zwei Jahren rasant und einschneidend verändert. Diese Fakten müssen wir zur Kenntnis nehmen – ob sie uns gefallen oder nicht !

Wir müssen heute zu einer Entscheidung kommen, um nicht noch mehr kostbare Zeit verstreichen zu lassen.

Für die FDP ist die Entscheidung gefallen, meine Damen und Herren!

Schon seit langem sehen wir in der Zusammenarbeit mit der RGHF keine tragfähige Konstellation für die Zukunft !

Deshalb stimmen wir dem Beschluß-Antrag der Verwaltung in den Punkten 1 und 2 zu.

Bei den Verhandlungen mit möglichen neuen Partnern sollten die zukünftigen  medizinischen und fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten für das Hohenloher

Krankenhaus auf der Agenda stehen. Genauso liegt uns am Herzen,  eine tragfähige und zukunftsfeste Ausgestaltung des künftigen Medizin-Zentrums in der Kreisstadt Künzelsau zu erreichen !

 

 

 

 

 

 

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