Kürzung bei der Kindertagespflege inakzeptabel

Zur geplanten Kürzung der Mittel für die Kindertagespflege um fast ein Viertel durch die Landesregierung erklärt der FDP -Kreisvorsitzende Michael Schenk der Freien Demokraten:

 

„Die hoch qualifizierte Kindertagespflege in Baden-Württemberg massiv zu beschneiden lehnen wir Freie Demokraten strikt ab. Tagesmütter und Tagesväter müssen entsprechend der immer weiter steigenden Anforderungen weiter die Möglichkeit haben, sich qualifizieren zu lassen. Die Kürzungen bei Weiterbildung und Qualifizierung würde im Endeffekt die Kinder treffen die so nicht mehr von  einer exzellenten Tagespflege profitieren würden. Kindertagespflege darf nicht geschwächt, sondern muss gestärkt werden und als gleichwertige Betreuungsform neben Tageseinrichtungen begriffen und anerkannt werden.“

 

Renate Heinrich, ehemalige Kreisvorsitzende von KIT (familiäre Kindertagespflege in Hohenlohe) ist entrüstet:

„Gerade in der heutigen Zeit, wo der Bedarf an Kinderbetreuung steigt, ist das Verhalten der Landesregierung nicht hinzunehmen.

Nachdem genau die familiäre Kindertagespflege sehr flexibel auf die Wünsche und Bedürfnisse von Eltern und Kindern eingeht und vor allem für die Kommunen die finanziellen Belastungen wesentlich überschaubarer sind als bei kommunalen KITAS, ist es doppelt unverständlich.“

Renate Heinrich fragt:“ Will die grün-schwarze Landesregierung nun alle Kleinkinder und Säuglinge durch die Hintertüre in die öffentlichen KITAs zwingen, obwohl doch so viele Eltern mit der individuellen Betreuung ihrer Kinder durch Tagesmütter so zufrieden sind ?“

 

Hintergrund: Nach Auskunft des Landesverbandes Kindertagespflege soll die Verwaltungsvorschrift Kindertagespflege von 2,3 Mio. Euro auf 1,75 Mio. Euro gekürzt werden. Hier werden die Finanzierung von Qualifizierung und Weiterbildung von Tagespflegern und Tagespflegerinnen geregelt. Über 21.000 Kinder werden heute von Tagesmüttern und Tagesvätern betreut – die Verwaltungsvorschrift zur Finanzierung von Aus- und Weiterbildung wurde 2009 durch die schwarz-gelbe Koalition eingeführt. Seit Jahren stagniert die Finanzierung, durch die Kürzungsbekanntgabe werden aktuelle Verhandlungen der betroffenen Verbände mit dem Kultusministerium und den Regierungsfraktionen akut gefährdet.

 

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